Aglsboden im Ridnauntal
Der Aglsboden im Südtiroler Ridnauntal ist einer dieser Orte, der mich wirklich begeistert. Wenn du nach dem Aufstieg durch die wilde Burkhardklamm das obere Ende des Steigs erreichst, verändert sich die Landschaft komplett. Der Aglsboden ist eine weite, völlig flache Ebene. Rund um diese Ebene stehen die mächtigen Dreitausender der Stubaier Alpen. Dieser Kontrast auf rund 1.720 Metern Meereshöhe macht für mich diese Landschaft so schön.
Achte unbedingt auf den mäandernden Fernerbach. In vielen Schleifen windet er sich über den gesamten Almboden. Der Bach sucht sich immer wieder neue Wege und bildet eine richtig schöne alpine Flusslandschaft. Er schwemmt sogar feinsten, hellen Gletschersand an – das Ergebnis sind wunderschöne Sandbänke, mit Sandstränden mitten in der alpinen Bergwelt. Im Sommer sind das beliebte Plätze für eine Pause.
Aufgrund seiner Einzigartigkeit steht der Aglsboden als Naturdenkmal unter strengem Schutz. Auf den sandigen Kiesbänken wächst seltene Pioniervegetation, die mit dem kargen Boden und den wechselnden Wasserständen zurechtkommt. An den feuchten Rändern haben sich Niedermoore gebildet, in denen Wollgräser wachsen.
Vom Aglsboden geht es noch weiter hinauf. Ein Wandersteig führt Bergsteiger hinauf zur Grohmannhütte, zur Teplitzer Hütte und zum Becherhaus – der höchsten Schutzhütte Südtirols, die wie ein Adlerhorst auf über 3.100 Metern thront.






Wie kommt man zum Aglsboden?
Um zum Aglsboden zu gelangen, startest du deine Wanderung am großen Parkplatz der BergbauWelt Ridnaun-Schneeberg in Maiern, ganz am Ende des Tals. Von dort folgst du dem Wanderweg Nr. 9, der dich durch die Burkhardklamm führt. Nach rund 45 Minuten erreichst du den Aglsboden. Wenn du die flache Ebene erreicht hast, wartet eine wunderschöne Rundtour auf dich, die dich einmal um dieses Naturjuwel herumführt:
Der Hinweg über den Höhensteig: Am Beginn des Aglsbodens hältst du dich auf der rechten Seite. Hier führt ein schöner Wandersteig am Hang entlang Der Steig verläuft leicht oberhalb der Ebene und beginnt am Talschluss langsam anzusteigen, was dir fantastische Ausblicke auf die mäandrierenden Bachläufe von oben beschert.
Bevor der Weg endgültig steil in hochalpines Gelände in Richtung Grohmannhütte führt, erreichst du eine Wegkreuzung. Hier biegst du ab und wanderst wieder hinunter zum Talboden. Kurz vor der Aglsbodenalm triffst du auf sehr sehenswerte Wasserfälle. Der absolut perfekte Ort für eine erfrischende Pause und tolle Fotos. Hierher kommen fast keine Leute – die Meisten schaffen es nur bis zur Alm.
Nach einem kurzen Stopp an den Wasserfällen erreichst du in wenigen Schritten die Aglsbodenalm für eine gemütliche Stärkung. Der Rückweg führt dich schließlich ganz entspannt über den breiten Forstweg, der auf der anderen Seite direkt entlang des Aglsbodens zurück zum Klammausgang führt.
–> so schön ist es in der Burkhardklamm
Die Aglsbodenalm
Am hinteren Ende der Ebene liegt die Aglsbodenalm. Die urige Hütte wird im Sommer traditionell bewirtschaftet. Für Wanderer ist die Alm der perfekte Ort, um auf der Sonnenterrasse die Beine auszustrecken und sich mit Südtiroler Knödeln, einer herzhaften Marende oder hausgemachtem Kuchen zu stärken. Wir haben dort ein sehr gutes Schnitzel gegessen.
Persönliches Fazit zum Aglsboden
Für mich ist der Aglsboden einer der schönsten Plätze in Südtirol. Diese Hochebene ist richtig schön und nicht so überlaufen. Sie erinnert mich an den Ahornboden, wo die Hochebene von den Steilwänden des Karwendel überragt wird. Besuche unbedingt die Wasserfälle am Ende des Almbodens. Sie sind echt sehenswert! Die beste Zeit für einen Besuch ist der Juni. Dann schmilzt der der Schnee ganz oben und bildet noch mehrere Wasserfälle – so siehst du an vielen Felswänden meterhohe Fälle.
Weiterführende Links
- das sind die schönste Plätze im Ridnauntal
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