Zwölferturm

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Sterzing Zwölferturm: Das Wahrzeichen der Stadt

Der Zwölferturm (italienisch: Torre delle Dodici) ist das 46 Meter hohe Wahrzeichen von Sterzing. Seine Errichtung begann 1468 und wurde 1472 abgeschlossen. Ursprünglich war er das Stadttor und Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage. Die feierliche Grundsteinlegung wurde vom Tiroler Landesherrn Herzog Sigmund dem Münzreichen vorgenommen, woran heute noch eine weiße Marmortafel über dem Durchgang mit eingemeißelter Inschrift und dem Tiroler Wappen erinnert.

Wenn du durch Sterzing läufst, kannst du ihn gar nicht übersehen: Den Zwölferturm – mit seinen 46 Metern ist er einfach das Wahrzeichen der Stadt. Er teilt die Altstadt von der Neustadt und ist ein echter Hingucker. Gebaut wurde er Ende des 15. Jahrhunderts (Baubeginn 1468), und zwar genau an der Stelle, wo früher das “Obere Tor” stand. Er war also ursprünglich ein wichtiger Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Schau mal genau hin: Über dem Durchgang hängt eine weiße Marmortafel mit einer Inschrift und dem Tiroler Wappen – die erinnert daran, dass Herzog Sigmund der Münzreiche damals höchstpersönlich den Grundstein gelegt hat.

Der Name “Zwölferturm” ist super charmant: Er kommt daher, weil sein Glockenschlag um 12 Uhr mittags die Bürger und Knappen zur Mittagspause rief. Der Turm ist massiv aus Granitquadern im spätgotischen Stil errichtet. Er hatte viele Zwecke: Er diente als Tor, hatte eine Gefängniszelle im ersten Stock und war lange Zeit sogar die Zentrale der städtischen Feuerwehr. Leider gab es 1867 einen großen Rückschlag: Ein Brand, der beim benachbarten Gasthof “Hirschenwirth” ausbrach, sprang über und hat den oberen Teil des Turms komplett zerstört – inklusive des ursprünglichen, spitzen gotischen Holzhelms. Beim Wiederaufbau 1868 hat man sich dann gegen die Wiederherstellung des alten Daches entschieden. Stattdessen bekam er sein heutiges Aussehen mit dem steinernen Treppengiebel (dem Satteldach mit den Stufen), das mit Kupfer gedeckt ist. Ein echter Überlebender der Geschichte!


Ideal für diesen Ausflug:
 


Zwölferturm  in Sterzing Südtirol - vom Stadtplatz aus gesehen
Zwölferturm in Sterzing Südtirol – vom Stadtplatz aus gesehen

Kommt man in den Zwölferturm hinauf?

Ja, man kann den Zwölferturm in Sterzing besichtigigen, aber nur zu bestimmten Veranstaltungen. Außerhalb dieser Zeiten dient das gotische Wahrzeichen Sterzings ausschließlich als Fotomotiv und Orientierungspunkt auf dem Stadtplatz. Die Hauptzeiten, zu denen der Turm für Besucher zugänglich ist, konzentrieren sich auf diese touristischen Höhepunkte des Jahres:

  1. Zur Weihnachtszeit: Die wichtigste Besichtigungsphase ist die Adventszeit während der Sterzinger Glockenweihnacht (Christkindlmarkt). In dieser Zeit öffnet der Turm seine Pforten an den Wochenenden und an ausgewählten Tagen. Besucher können die vielen Stufen erklimmen und vom oberen Stockwerk aus einen herrlichen Blick über den geschmückten Christkindlmarkt, die bunte Altstadt und die verschneite Bergwelt genießen.
  2. Im Sommer: Auch während der Sommermonate gibt es spezielle Gelegenheiten. Meistens ist der Turm im Rahmen der Sterzinger Laternenpartys (mittwochs von Anfang Juli bis Mitte August) und zum Knödelfest Mitte September zugänglich.

Kann man durch das Tor des Zwölferturms mit dem Auto fahren?

Nein, die Fahrt durch den Zwölferturm mit dem Auto ist nicht möglich. Für Besucher ohne spezielle Genehmigung ist die Durchfahrt nicht gestattet. Kameras überwachen den Bereich kontinuierlich und jede unberechtigte Einfahrt wird automatisch erfasst und mit einer hohen Geldstrafe geahndet.

Wo ist der Zwölferturm in Sterzing?

Der Zwölferturm befindet sich direkt im Zentrum der historischen Fußgängerzone von Sterzing. Du findest ihn auf dem Stadtplatz. Er steht exakt an der Stelle, die die nördliche Altstadt von der südlichen Neustadt trennt und ist somit das unübersehbare Wahrzeichen in der Mitte des Stadtplatzes.

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Die häufigsten Fragen zum Zwölferturm

Was ist der Zwölferturm?

Der Zwölferturm ist der Stadtturm und das Wahrzeichen von Sterzing. Er ist mit 46 Metern Höhe das höchste Gebäude der Stadt und steht mitten auf dem Stadtplatz, wo er historisch die Altstadt vom neueren Teil der Stadt (Neustadt) trennt.

Wann wurde der Zwölferturm gebaut?

Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 1468 durch Herzog Sigmund. Die Fertigstellung des massiven Granitquaderbaus erfolgte zwischen 1469 und 1473, in der Blütezeit Sterzings.

Woher kommt der Name Zwölferturm?

Der Name leitet sich von der Tradition ab, dass die Glocke des Turms mittags um 12:00 Uhr läutete, um die Bewohner zur Mittagspause und zum Essen zu rufen.

Kann man den Zwölferturm besichtigen?

Der Turm ist nicht ganzjährig für die Öffentlichkeit zugänglich. Die beste Gelegenheit zur Besichtigung ist während der Sterzinger Glockenweihnacht (Christkindlmarkt in Sterzing) von Ende November bis Anfang Januar. Zudem ist er im Sommer während der Laternenpartys und dem Knödelfest geöffnet.

Was ist das Besondere am Glockenspiel im Zwölferturm?

Im Turm wurde ein Glockenspiel mit 25 Glocken installiert. Dieses wird zweimal täglich im Advent gespielt. Es ist eine Attraktion des Weihnachtsmarkts in Sterzing.

Welche Türme lohnen ebenfalls für einen Ausflug?

Neben dem Zwölferturm in Sterzing haben wir in den letzten Jahren weitere tolle Türme gefunden. Besuch auch mal den weltberühmten Schiefen Turm von Pisa – Sterzing liegt auf dem Weg dorthin. Gefallen könnte dir auch der Uhrturm in Graz, er ist gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt. In Erfurt bietet der Rote Turm der Ägidienkirche mit seinen 33 Metern Höhe einen grandiosen Blick auf die Krämerbrücke und die Altstadt. In Hamburg prägt der Pegelturm an den Landungsbrücken das Stadtbild. Er dient nicht nur als Aussichtspunkt über die Elbe und den Hafen, sondern auch zur Messung des Wasserstands. Der Tetraeder Bottrop mit seinen freischwebenden Plattformen bietet eine außergewöhnliche Perspektive auf das ehemalige Industriegebiet und ist ein beliebtes Ausflugsziel.


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